Ulrich Still, Tübingen Streuobstwiese, Wikipedia, CC BY-SA 2.0 de

     

ablagerungen? konsequenzen

Ablagerungen

Aber was lagert sich hier ab? Finden sich aussagekräftige Spuren der Schadstoffe in der Luft? In welchen Konzentrationen?

 

Wurden die Ablagerungen rund um die Apfel-Stängel schon einmal untersucht? Hat schon jemand darüber nachgedacht?

Nein, noch nicht.  Das war das Ergebnis meiner Nachforschungen bei so gut wie allen Stellen in Österreich, die mit Obst und/oder mit Luftschadstoffen zu tun haben.

Das Ergebnis der Recherche

Ich war ganz versessen darauf, diese Frage zu untersuchen. Viele waren interessiert und gaben mir Tipps, nannten weitere GesprächspartnerInnen. Doch dann machten mich grünbewegte Damen und Herren - es war die zehnte kompetente Stelle, mit der ich diskutierte - auf folgende Fakten aufmerksam:

  • Es wäre sehr teuer, das zu untersuchen
  • Trotzdem wäre der Effekt in jeder Region anders
  • Beweise wären nur sehr aufwendig zu erbringen
  • Wichtiger ist es, die Entwicklung INSGESAMT in Richtung Ökologie voranzubringen
  • Viele Menschen essen das Kerngehäuse ohnehin nicht mit
  • Ein weiterer Teil schneidet die Haut weg
  • So ist es einfacher, diesen kleinen Teil zusätzlich wegzulassen

Als ich das durchdachte, löste sich der Knoten in meinem Kopf. Für mich als Konsumenten ist es tatsächlich einfacher, diesen kleinen Teil wegzuschneiden. Ich testete: dieser Teil macht nur etwa ein Prozent eines Apfels aus:

  • Apfel gesamt: 191 g
  • Kerngehäuse: 13 g
  • Schale um den Stängel: 2 g
  • Schale gesamt: 30 g

Es bleiben, wenn man Kerngehäuse und Schale wegschneidet, an die 80 % des Apfels zum genussvollen Essen, der Rest ist Bio-Rohstoff für den Kompost.

 

So ist, was ich als (Meine) Konsequenzen bezeichnete (und seit Jahren tue), auch gleichzeitig die zur Zeit beste Lösung.

(Meine) Konsequenzen

Ich bin lieber vorsichtig, in Europa bevorzugen viele diesen Standpunkt.

 

Ich schneide diesen Teil der Apfelschale weg und überlasse die Aufarbeitung dem Kompost. Dünn schneide ich die Schale bis zum Schneidepunkt, stärker (Ø 4 mm) in dem Bereich, wo der Stengel in den Apfel mündet.

Roter Apfel, von oben gesehen, Einblick in das Umfeld des Stängels
Roter Apfel, von oben gesehen, Einblick in das Umfeld des Stängels

Offen bleibt ...

Offen bleibt, ob die vielen kleinen Schirmchen, die jedes Jahr in so vielen Gegenden der Welt wachsen, nicht auch gute Umweltsensoren sein könnten.